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Neue Protestaktionen der "Klimakleber"

"Die Regierung hat beim Klimaschutz doppelt versagt"

drei Aktivisten blockieren sitzend eine Straße mit zahlreichen Autos

Mit ihren bisher größten Aktionen in der Hauptstadt will die "Letzte Generation" den Druck auf die Bundesregierung erhöhen. Ihr Ziel ist die Berufung eines Gesellschaftsrates, der einen Maßnahmenkatalog aufstellt, um die Nutzung fossiler Energien bis 2030 zu beenden.

von Jörg Staude

Kommentar

Setzen, sechs

Aktion vor dem Bundeskanzleramt mit Großpuppen von Scholz, Lindner und Habeck sowie Darstellungen der Energiewende, etwa eine Straßenbahn und Windräder.

Der Expertenrat hat gesprochen, und die Klimapolitik der Ampel kommt gar nicht gut weg dabei. Die Defizite liegen nicht nur in den Sektoren Verkehr und Gebäude, auch Industrie und Kraftwerke erhalten keine guten Noten. Das Klimagesetz aufzuweichen wäre genau die falsche Reaktion.

ein Kommentar von Joachim Wille

Prüfbericht für 2022 vorgelegt

Energiekrise ist kein Klimaschutz

Autobahn-Baustelle bei Heilbronn, die Autobahn soll verbreitert werden.

Kritischer als das Umweltbundesamt bewertet der Expertenrat für Klimafragen die deutsche CO2-Bilanz für 2022. Keiner der wichtigen Bereiche ist auf dem nötigen Reduktionspfad, betont das Gremium. Deswegen werde die von der Koalition geplante Aufweichung der Sektorziele nicht helfen.

von Verena Kern

Forderung nach mehr Klimaschutz

Offener Brief mit Forderungen an den Klima‑Kanzler

Porträtaufnahme von Olaf Scholz.

In einem offenen Brief wenden sich Politiker:innen und Prominente an Bundeskanzler Olaf Scholz. Sie fordern mehr Einsatz für den Klimaschutz, wie ihn Scholz vor der Wahl versprochen hatte. Unterzeichnet haben auch renommierte Wissenschaftler:innen und Vertreter:innen von Scholz' eigener Partei.

von David Zauner

Kraft- und Brennstoffe

FDP drängt zum Handeln mit CO₂

Aral-Tankstelle mit Preistafel, wonach der Liter Sprit 2,50 Euro kostet.

Schon im kommenden Jahr soll nach dem Willen der FDP ein neuer Emissionshandel für Verkehr und Gebäude starten. Doch das Instrument hat Schwächen: Für die Transformation von Gebäuden und Verkehr braucht es mehr als hohe CO2-Preise.

von Sandra Kirchner

Hummels Woche

Schwammige Klimapolitik, eingepreister Atomausstieg und der geplatzte EU-Knoten

Porträtaufnahme von Oliver Hummel.

Kalenderwoche 13: Wer Ziele erreichen will, muss Verantwortlichkeiten festlegen, so gesehen sind die Koalitionsbeschlüsse zum Klimagesetz ein Rückschritt, sagt Oliver Hummel, Vorstand beim Ökoenergieversorger Naturstrom und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Für den Sommer rechnet er mit Strompreisen auf heutigem Niveau.

"Klimageld" statt Steuersenkung

Ein Klima-Scheck für jeden

Hände halten eine Geldbörse mit einigen Euro-Scheinen, daneben der Thermostat eines Heizkörpers.

Die Einnahmen aus dem CO2-Preis sollten nicht nur für die Energiewende, sondern auch für den sozialen Ausgleich genutzt werden. Das Resultat eines Kopernikus-Forschungsprojekts ist nicht die erste Mahnung an die Ampel, ihr großes klimapolitisches Versprechen zu erfüllen.

von Joachim Wille

Klimaziele

Stimmensammlung: Ist das 1,5-Grad-Ziel noch realistisch?

Straßenbild "Wir alle für 1,5 Grad" in Hamburg zum Globalen Klimastreik im März 2021

Die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken ist möglich, aber ist es auch realistisch? Klimareporter° hat Stimmen aus Politik, Wirtschaft und von den renommierten Klimaforschern Mojib Latif und Wolfgang Lucht gesammelt. Zwischen Pessimismus schimmert auch Hoffnung durch. 

von David Zauner

Kommentar

Schlappe für die Grünen

Traurige Sonnenblume

Die Ampel-Bundesregierung wrackt den Klimaschutz ab, da helfen auch keine Solar-Autobahnen. Für die Grünen war der Koalitionsausschuss eine enorme Schlappe – und auch für die SPD und ihren "Kanzler für Klimaschutz".

ein Kommentar von Joachim Wille

Beschlüsse des Koalitionsausschusses

Klimaschutzgesetz soll entschärft werden

Großer Solarpark entlang der Autobahn A24 in Mecklenburg-Vorpommern, kurz vor der Grenze zu Schleswig-Holstein.

Klimapolitisch war die Marathon-Sitzung des Koalitionsausschusses – Stand Dienstagabend – kein großer Wurf. Neue Autobahnen sollen mit Solaranlagen ausgestattet, der Heizungswechsel weg von Gas und Öl technologieoffen unterstützt und das Klimaschutzgesetz reformiert werden.

von Jörg Staude

Kommentar

Wendepunkt beim Wasser

Vegetationslose Berglandschaft mit Geröllfeldern und einem See.

Mit einem Aktionsplan mit hunderten freiwilligen Maßnahmen ging der "Wassergipfel" der Vereinten Nationen gestern zu Ende. Höchste Zeit für einen neuen Umgang mit der überlebenswichtigen Ressource.

ein Kommentar von Joachim Wille

Debatte über neuen IPCC-Report

Neuer Sinn von Klimapolitik: Anpassung ermöglichen

Grafik in Braun- und Gelbtönen: Dominosteine kippen nacheinander um und drohen eine Erdkugel zu treffen, im Hintergrund eine tief stehende Sonne.

Die Erkenntnisse im neuen Weltklimarats-Bericht stellen eine Zäsur dar. Sinn von Klimapolitik ist inzwischen eine Anpassung, die das Überleben der Zivilisation in heutiger Form ermöglicht, erklärt Klimaforscherin Friederike Otto.

von Jörg Staude

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Vorbild Berlin

Aufmacherbild: Volker Quaschning vor grünem Hintergrund mit einem schrägen Berliner Fernsehturm und der Aufschrift: Volksentscheid?

Alle lästern über Berlin. Aber am kommenden Sonntag haben die Berlinerinnen und Berliner die Chance, ihre Stadt zu einem Vorbild für die Welt zu machen und stolz auf Berlin zu sein.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Weltklimakonferenz

In Kopenhagen bereitet sich die Welt auf Dubai vor

Verhandlungsraum auf der COP 27: weinroter Fußbodenbelag, Verhandelne sitzen im großen Viereck angeordnet, es ist relativ dunkel, Wände und Decke sind weiß und erinnern eher an ein Veranstaltungszelt.

Klimaminister:innen trafen sich in Kopenhagen, um die 28. Weltklimakonferenz in Dubai vorzubereiten. Ausgerichtet wurde das Treffen von dem vielfach kritisierten COP‑27-Präsidenten Samih Schukri und dem noch umstritteneren designierten COP‑28-Präsidenten Sultan Al Jaber.

von David Zauner

Mentale Gesundheit

"'Klimaangst' ist eine rationale Reaktion"

Junge Person sitzt auf dem Boden, den Kopf auf die Knie gesenkt

Vor allem Kinder und Jugendliche haben Angst vor der Klimakatastrophe, sagt der Umweltpsychologe Gerhard Reese. Ein Gespräch über die psychischen Folgen der Klimakrise und den möglichen Umgang damit.

Interview: Christian Mihatsch

Kritik an Weltklimarat und Regierungen

"Der Klimawandel wird schlicht nicht ernst genommen"

Politprominenz aus Bund, Land Niedersachsen und der Stadt sowie der Chef von Uniper stehen hinter einem Röhrenstück mit der Aufschrift: Energiedrehscheibe Wilhelmshaven.

Der Klimaforscher Mojib Latif sieht keine realistische Chance mehr für das 1,5‑Grad-Ziel, weil die CO2-Emissionen fast überall weiter steigen. In vielen Ländern herrsche der Glaube vor, Klimaschutz sei zu teuer, er schade der Wirtschaft und könne noch warten.

Interview: Joachim Wille

Kommentar

Letzte Generation Hoffnung

Kleine Photovoltaik-Anlage in Acauã in Brasilien.

Der neue IPCC-Bericht macht deutlich: Es ist noch nicht zu spät für wirksamen Klimaschutz. Das 1,5-Grad-Ziel ist aber nur noch mit radikalen Maßnahmen erreichbar. Die gute Nachricht: Technologien dafür müssen nicht erst noch entwickelt werden.

ein Kommentar von Joachim Wille

Zusammenfassung sechster IPCC-Bericht

Noch ist das 1,5-Grad-Ziel nicht verloren

Carbon Majors

Der erste Bericht des Weltklimarats erschien 1990. Hätten die Staaten damals mit ehrgeizigem Klimaschutz begonnen, wäre genug Zeit gewesen, die CO2-Emissionen nach und nach herunterzufahren. Doch das ist nicht passiert und jetzt müssen die Emissionen umso schneller sinken.

von Christian Mihatsch

Kommentar

Deutscher Egotrip bringt Green Deal in Gefahr

Blumenkasten mit zwei grünen strauchigen Pflanzen und der Aufschrift "EU Green Deal" als Hashtag.

Das "Netto-Null-Industrie-Gesetz" der EU ist überfällig. Viel zu lange hat Brüssel dem Druck fossiler Industrien und strukturkonservativer Wirtschaftsverbände nachgegeben. Getrieben von China und den USA, muss nun der Umbau so schnell gehen, dass harte Konflikte unvermeidlich sind.

ein Kommentar von Joachim Wille

Klimakosten-Studie

Klimaschäden bis zu 900 Milliarden Euro

Zwei neue Einfamilienhäuser mit Solardach und je zwei Garagen, davor steht jeweils ein Elektroauto, das gerade aufgeladen wird.

Der Klimawandel könnte in Deutschland Schäden von über 30 Milliarden Euro pro Jahr verursachen, ergibt eine jetzt veröffentlichte Studie. Die gesellschaftlichen Verluste lassen sich durch eine vorbeugende Klimapolitik und rechtzeitige Anpassung an höhere Temperaturen aber verringern.

von Hannes Koch