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E-Mobilität

Auch die Lkw werden elektrisch

Drei Elektro-LKW auf der Straße

Der Straßengüterverkehr wird künftig von Batterien angetrieben. 2035 könnten E‑Trucks Standard bei Neuzulassungen sein – mit großem Akku, nicht per Oberleitung. Dafür muss nun schnell ein Super-Ladenetz ausgebaut werden.

von Joachim Wille

Verbände zur Ampel-Verkehrspolitik

Die Oberleitung soll über die Schiene, nicht über die Straße

Langer Güterzug auf gerader Strecke.

Zur Hälfte ihrer Amtszeit hat die Ampel noch viele Rückstände bei der Erfüllung ihrer verkehrspolitischen Ziele. Das ergibt ein am Mittwoch veröffentlichter Politik-Check dreier Verkehrsverbände. Beklagt wird vor allem ein "Wirrwarr" bei den Maßnahmen.

von Jörg Staude

Agrokraftstoffe

"Heute importieren wir Öl und Gas, morgen Erneuerbare"

Feld mit gelben Rapsblüten bis zum Horizont.

Biogas im großen Stil zum Heizen zu verbrennen hält Claus Sauter nicht für sinnvoll. Der Gründer und Vorstandschef des Herstellers Verbio will unter anderem mehr Biomethan im Verkehr einsetzen und verteidigt den Einsatz von Rapsöl als Rohstoff.

Interview: Jörg Staude

Kommentar

Wissings Amokfahrt

Stau auf einer Autobahn

Das Bundesverkehrsministerium rechnet mit immer mehr Verkehr in den kommenden Jahrzehnten. Vor allem der Lkw-Verkehr soll stark zunehmen. FDP-Minister Wissing will deshalb den Straßenbau beschleunigen. Der Kanzler der "Fortschrittskoalition" muss das stoppen.

ein Kommentar von Joachim Wille

klima update° – Folge 116

Mächtige Gas-Lobby, schwache Lkw-CO₂-Grenzwerte, Akzeptanz für Fleischsteuer

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Die Bundesregierung ist immer noch stark mit der Erdgas-Branche verbandelt, zeigt eine Analyse von Lobbycontrol. Die EU-Kommission will Lkw und Busse klimafreundlicher machen, doch ihr Vorschlag geht nicht weit genug. Eine Öko-Abgabe auf Fleisch findet überraschend große Unterstützung.

von Verena Kern, Susanne Schwarz

Studie zu klimaneutralem Seeverkehr

Batterien lohnen sich selbst bei Containerschiffen

Containerschiff mit farbigen Containern auf See.

Für Entfernungen bis 1.000 Kilometer sind batteriebetriebene Schiffe schon heute konkurrenzfähig, zeigt eine Studie. In der EU könnte diese Strecke demnächst bis auf 3.000 Kilometer wachsen. Damit könnte ein großer Teil des Handels in Europa, der über Schiffe läuft, abgedeckt werden.

von Christoph Müller

Energieforschung

Aus Stroh wird Sprit

Auf einem Feld stapelt ein Traktor Strohballen mit einer Gabel.

Einer Forschungsgruppe der TU Darmstadt gelingt die Umwandlung des Reststoffs vom Feld in Methan ohne zusätzlichen Energieeinsatz. Mögliche Anwendungen sind die Herstellung von Grundchemikalien für die Industrie oder von Treibstoffen für Lkw und Flugzeuge.

von Joachim Wille

Dekarbonisierung der globalen Schifffahrt

Klimaneutrale Schiffstreibstoffe gibt es nicht umsonst

Containerschiff steuert Hafen an

Ein wissenschaftlicher Vergleich zeigt: Seeschiffe so anzutreiben, dass keine Treibhausgase entstehen, ist technisch möglich, erfordert aber hohe Investitionen und klare politische Ansagen. Selbst Umweltexperten sind jedoch uneins, welche Treibstoffe sich durchsetzen werden.

von Sandra Kirchner

Digitale Mobilität – das Antiblockiersystem

Express-Privatisierung des öffentlichen Raums

Ein einsamer Essenslieferant in Orange radelt auf einer langen verschneiten Brücke durch die Stadt.

Mit den sogenannten Express-Lieferdiensten findet, wie schon bei den E-Scootern, eine weitere "Privatisierung" des öffentlichen Raums statt. Die Geschäftsmodelle, von denen wohl primär die urbane Mittel- und Oberschicht profitiert, lassen sich zudem nur auf Kosten von wenig Verdienenden in prekären Arbeitssituationen etablieren.

ein Gastbeitrag von Julian Horn

Klimagerechtes Alternativkonzept

Ein Tempolimit für die Bahn

Hier ist ein ICE zu sehen, der gerade aus dem Bahnhof fährt

Verkehrsexperten fordern eine Verdreifachung des Schienenverkehrs bis 2030. Alle Personen- und Güterzüge sollen dafür im Gleichtakt fahren – teilweise langsamer, aber deutlich häufiger.

von Joachim Wille

Dhaka-Glasgow-Erklärung

Besonders vom Klimawandel betroffene Länder wollen Schiffsemissionen bepreisen

Ein voll beladenes Containerschiff liegt in nächtlicher Beleuchtung am Kai.

Noch immer können Seeschiffe massenhaft Emissionen ausstoßen und niemand zahlt für die Verschmutzung der Atmosphäre. Besonders vom Klimawandel bedrohte Länder wollen das ändern – wie auch manche Reeder. Doch eine Abgabe auf CO2 wird nicht reichen, damit die Schifffahrt klimaneutral wird.

von Sandra Kirchner

klima update° – Folge 41

Gescheitertes Klima-Sofortprogramm, Klimarisiko für Kinder, Aufregung ums Lastenrad

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Die Bundesregierung legt ein Klimaschutz-Programm auf, das den Namen nicht verdient hat. Vor allem Kinder sind durch die Folgen der Klimakrise gefährdet. Und Lastenradförderung ist gar nicht so verkehrt. Darüber sprechen Lena Wrba und Sandra Kirchner in dieser Woche.

S21-Kritiker mit neuem Vorschlag

Unten bleiben. Aber anders

Demonstration vor dem alten Gebäude des Stuttgarter Hauptbahnhofs 2019. Auf dem Transparent steht: Klimaskandal S 21 stoppen – Umstieg 21.

Gegner von Stuttgart 21 schlagen eine Umnutzung des Tiefbahnhof-Megaprojekts vor – für City-Logistik, Busbahnhof und Fahrradgarage. Das soll Milliarden sparen, Treibhausgase minimieren und eine Überflutung der City bei Starkregen vermeiden.

von Joachim Wille

Protest gegen Flächenfraß

Acker statt Lkw

Darstellung des geplanten Logistikzentrums im nordhessischen Nord-Eichenberg

In Nordhessen sollte eines der größten Logistikzentren Europas entstehen. Das umstrittene Projekt steht nach der Kommunalwahl vor dem Aus. Die von Protestierenden gegründete Wählergruppe holte auf Anhieb die mit Abstand meisten Stimmen.

von Joachim Wille

Mehr Güterzüge aus China

Eiserne Seidenstraße profitiert von Corona

Eisenbahn mit Container der China Railway Express Company überquert den Emscherkanal und die Autobahn 42 bei Oberhausen. Im Vordergrund der Rhein-Herne-Kanal.

Erst seit wenigen Jahren gibt es regelmäßigen Frachtzugverkehr zwischen China und Europa. Doch das Geschäft wächst schnell. Das liegt nicht zuletzt an den großzügigen Subventionen Chinas.

von Christian Mihatsch

Dekarbonisierung im Güterverkehr

"E-Lastwagen werden sich durchsetzen"

Silberfarbener, futuristisch anmutender Lastwagen fährt auf kurviger Landstraße durch gebirgige Landschaft.

Der Güterverkehr auf der Straße ist eines der vielen Sorgenkinder bei der Verkehrswende. Dass dort bald Strom statt Diesel fließt, wird oft abgetan, weil Lkw schwer sind und weite Fahrten absolvieren müssen. Zu Unrecht, sagt der niederländische Verkehrswissenschaftler Auke Hoekstra. E-Motoren hätten auch bei Lastwagen mehr Potenzial als Brennstoffzellen oder synthetische Kraftstoffe.

Interview: Sören Amelang

Klimaregeln auf See

Schiffe dürfen die Erde weiter aufheizen

Heck eines riesigen Containerschiffs am Kai des Hamburger Hafens, davor ein Schlepper und ein Ausflugsschiff.

Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation hat Effizienzregeln für Schiffe beschlossen. Die Wirkung dürfte marginal sein.

von Susanne Schwarz

Lobby kritisiert Umweltbundesamt

Klimastreit um Erdgas-Lkw

Große Lkw und einige Pkw fahren auf einer sechsspurigen Autobahn, aufgenommen wohl von einer Brücke.

Erdgas-Lkw sind vom Bundestag für drei weitere Jahre von der Zahlung der Lkw-Maut befreit worden. Ob die Fahrzeuge tatsächlich weniger Klimagase als Diesel-Lkw verursachen und die Subvention dem Klimaschutz hilft, ist heftig umstritten.

von Jörg Staude

Neues Logistikzentrum in Nordhessen

Erstmal Radieschen statt Beton

Auf einem Feld stehen ein großes buntes Zelt, ein Wohnwagen, Tripods und ein Transparent: "Der Acker bleibt!"

In Nordhessen sollte eines der größten Logistikzentren Europas entstehen, nun liegt der Plan auf Eis. Ob umweltfreundliche Alternativen zum Zuge kommen, ist aber noch nicht ausgemacht.

von Joachim Wille

Ökologischer Umbau

"Autospuren zu Radwegen umwidmen"

Radfahrer auf einer Straße, im Hintergrund das Frankfurter Bankenviertel.

Nach der akuten Corona-Krise braucht Deutschland ein Städtebauprogramm, das Läden und Kultureinrichtungen zur wohnortnahen Versorgung rettet, sagt der Verkehrsexperte Helmut Holzapfel. Die Subventionen für Lkw und Pkw fortzuschreiben und womöglich noch zu erhöhen wäre der falsche Weg.

Interview: Joachim Wille