Anzeige

Staatliche EDF in der Krise

Atomstrom in Frankreich wird deutlich teurer

Eine Stromrechnung von EDF, darauf liegen zwei 50-Euro-Scheine.

Die Regierung in Paris und der Stromkonzern EDF einigen sich auf eine Preissteigerung bei Atomstrom um zwei Drittel. Hintergrund sind die steigenden Kosten für neue Kernkraftwerke und für die Laufzeitverlängerungen.

von Joachim Wille

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Brauner Rasen

Aufmacherbild: Volker Quaschning im beigerosa Hemd, hinter ihm Rasen, die linke Hälfte grün, die rechte Hälfte braun.

Früher haben wir in Südeuropa Urlaub gemacht. Heute glüht und brennt es dort überall. Die Klimakrise schreitet immer schneller voran. Wo sollen unsere Kinder einmal leben und Urlaub machen? Warum schaffen wir es nicht, den Irrsinn zu stoppen?

eine Kolumne von Volker Quaschning

Électricité de France

Wackeliger Atomkurs

Logo des Betreibers EDF am Eingang des Atomkraftwerks Nogent-sur-Seine, im Hintergrund die beiden Kühltürme.

Frankreichs Stromkonzern EDF ist nun wieder komplett in staatlicher Hand. Die Probleme sind damit aber nicht gelöst. Atomkraft wird immer teurer, doch Präsident Macron will lieber die Sparguthaben der Bevölkerung heranziehen, als den Kurs zu ändern.

von Joachim Wille

Frankreichs AKW-Problemflotte

Risse im Atom-Musterland

AKW-Reaktorgebäude und Hochspannungsmasten hinter Stacheldraht am Meer.

Frankreich erzeugt zwei Drittel seines Stroms in Kernkraftwerken – wenn die Reaktoren nicht gerade wegen Korrosion oder Dürre stillstehen. Die Atomkraft könnte zum finanziellen Desaster für das ganze Land werden, doch die Regierung Macron hat keinen Plan B.

von Joachim Wille

Keine Versorgungssicherheit

Frankreichs Atomkraftwerke schwächeln weiter

Die vier dampfenden Kühltürme des AKW Cattenom, vom beschaulichen Dorf aus gesehen.

Reparaturen von Korrosionsschäden verzögern sich, nur gut die Hälfte der AKW-Leistung stand zuletzt im Nachbarland zur Verfügung. Der neue Reaktor in Flamanville soll erst 2024 ans Netz gehen, ein weiteres Jahr später als geplant.

von Joachim Wille

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Atomkraft in Frankreich

Volker Quaschning redet, vor ihm schwenkt eine Comicfigur die französische Trikolore.

Einige meinen hartnäckig, wir müssten in der Energie- und Klimakrise auf die Atomkraft setzen. Dabei haben uns Kernkraftwerke in Frankreich erst richtig in die Misere gebracht. Ist das AKW-Desaster im Nachbarland wenigstens bald vorbei?

eine Kolumne von Volker Quaschning

Gastbeitrag

Der "französische Patient" – wie krank er wirklich ist und wie Europa die Energiekrisen lindert

Mehrere Hochspannungsmaste auf einem Feld bei heiterem Himmel, am Horizont ein Kraftwerk.

Die Stromlücke, die Frankreich gerissen hat, konnte das europäische Stromsystem bisher schließen – eine gigantische Leistung, bezahlt aber auch mit hohen Strompreisen und mehr Fossilstrom. Europa stützt Frankreich mit Strom, so wie es Deutschland mit Gas stützt. Eine Analyse zeigt, wie das genau funktioniert.

ein Gastbeitrag von Tim Meyer

Frankreich, Spanien, Portugal

Waldbrände: Teufelskreis aus Klima- und Umweltkrise

Stark qualmender Waldbrand in Sibirien.

Die Waldbrände in Südwest-Europa haben dieses Jahr die doppelte Fläche des Saarlands verschlungen. Eine neue Studie untersucht, was zu dem ungewöhnlichen Ausmaß der Brände geführt hat, und wagt einen Blick in die Zukunft. Einige Ergebnisse erscheinen zunächst paradox.

von David Zauner

AKW-Krise bei EDF

Der Winter als Atomgegner

Die vier stark dampfenden Kühltürme des AKW Cattenom, von einem Feld aus gesehen.

In Frankreich drohen in der kalten Jahreszeit Stromabschaltungen, weil die Atomkraftwerke nicht schnell genug repariert werden können. Und das ist nicht das einzige Problem der alternden AKW-Flotte im Nachbarland.

von Joachim Wille

Gastbeitrag

Wer hohe Strompreise in Deutschland verstehen will, muss eher nach Frankreich schauen als nach Russland

Logo des Betreibers EDF am Eingang des Atomkraftwerks Nogent-sur-Seine, im Hintergrund die beiden Kühltürme.

Die strukturelle Krise der französischen Atomkraft ist ein entscheidender Preistreiber auf dem deutschen Strommarkt. Hierzulande wird das kaum wahrgenommen.

ein Gastbeitrag von Tim Meyer

Atomausstieg

Keine Laufzeitverlängerung in Großbritannien

AKW Hinkley Point

Auf der Insel wurde jetzt bereits der dritte Reaktor in diesem Jahr stillgelegt. Das Atomstromland Frankreich kämpft unterdessen mit zahlreichen Problemen seiner teuren und anfälligen AKW-Flotte.

von Joachim Wille

Vorzeigeprojekt EPR

Noch teurer

Der neue Block des Atomkraftwerks Flamanville, dahinter der Atlantik.

Die Inbetriebnahme von Frankreichs neuem AKW Flamanville verzögert sich weiter. Statt 2012 wird der Reaktor wohl erst 2024 ans Netz gehen. Die Kosten haben sich schon mindestens vervierfacht. Die französische Stromversorgung mit ihrer Atomfixierung steht unter Druck.

von Joachim Wille

Der gute Wille

Nukleare Dämmerung

Aus dem Kühlturm des Atomkraftwerks Cattenom quillt weißer Dampf, der bei fahler Beleuchtung teilweise grau bis schwarz wirkt.

In Frankreich ist Strom knapp – weil das Land so viele Atomkraftwerke hat. Das Muster für eine zukunftsfähige Energieversorgung sieht anders aus.

eine Kolumne von Joachim Wille

Europa mit Atomkraft dekarbonisieren?

Im Kern gespalten

Die drei Reaktoren des Atomkraftwerks Flamanville an der Atlantikküste.

Während Deutschland aus der Atomkraft aussteigt, wollen Länder wie Frankreich und die Niederlande neue Reaktoren bauen. Das sorgt für Streit über den Weg zur Klimaneutralität in der EU. Dabei liegen aber nicht alle Karten auf dem Tisch.

von Joachim Wille

Debatte über Kernkraft-Renaissance

"Machtinteressen, Kurzsichtigkeit, Dummheit"

Nachtaufnahme der vier Kühltürme des französischen Atomkraftwerks Cattenom

Ist Atomkraft "grün"? Darüber wird in der Europäischen Union heftig diskutiert, Atombefürworter wie Frankreich und osteuropäische Staaten trommeln für die Technologie als Klimaretter. Der SPD-Umweltexperte Michael Müller hält die Debatte für verzerrt. Atomkraft sei viel zu teuer und unflexibel, um das Klima zu schützen.

Interview: Joachim Wille

Kommentar

Macrons atomarer Offenbarungseid

Beim Inspektions-Workshop werden verschiedene Warn-Anhänger gezeigt.

Frankreich hat die Energiewende verschlafen und lieber Groß-AKW geplant, bei denen aber Kosten und Bauzeit aus dem Ruder laufen. Vor diesem Eingeständnis will Präsident Emmanuel Macron sich nun mit neuen Milliarden-Plänen für kleine Atomreaktoren retten.

ein Kommentar von Joachim Wille

Die gute Nachricht

Frankreichs Parlament will Autoabschaffung belohnen

Stadtplatz mit Autos und einer E-Bike-Fahrerin, im Hintergrund französische Altbauten.

Wer sein Auto gegen ein E-Bike umtauscht, dem soll der Staat 2.500 Euro schenken, finden die Abgeordneten der französischen Nationalversammlung.

von Susanne Schwarz

Gefährliches AKW am Rhein

Fessenheim endgültig vom Netz

Luftaufnahme des Kernkraftwerks Fessenheim, das direkt am Rhein liegt.

Frankreichs ältester Atommeiler in Fessenheim ist nach 43 Jahren stillgelegt worden. Die Regierung in Paris will trotzdem an der Kernkraft festhalten. Das Argument: Sie schütze das Klima und liefere billigen Strom. Das neue AKW in Flamanville ist freilich ein Milliardengrab.

von Joachim Wille

Politische Teilhabe

Frankreichs Bürger:innenrat legt Klimaschutz-Programm vor

Rücken einer Person mit gelber Warnweste, darauf ein handgeschriebener Zettel: "Révolution".

150 zufällig ausgewählte Menschen haben sich neun Monate über Klimapolitik gestritten – und die Ergebnisse nun der Regierung zur Umsetzung empfohlen.

von Susanne Schwarz

Meseberger Klima-Arbeitsgruppe

Anhebung des EU-Klimaziels gefordert

Qualmende Schlote am Horizont.

Frankreich und Deutschland sprechen sich in einer gemeinsamen Erklärung dafür aus, das EU-Klimaziel für 2030 auf 50 bis 55 Prozent zu erhöhen. Für den Wiederaufbau nach Corona sollen der European Green Deal und das Ziel der Klimaneutralität der Kompass sein.

von Verena Kern