Analyse des EZB-Portfolios

Europäische Zentralbank untergräbt EU-Klimapolitik

Die Hochhäuser der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main.

Die Europäische Zentralbank sollte CO2-intensive Anleihen in ihrem Portfolio reduzieren, ergibt eine Analyse. Das EZB-Prinzip der Marktneutralität sorgt in der Praxis für eine Schieflage, weil Ölkonzerne, Autobauer und Airlines kapitalintensiv sind.

von Christian Mihatsch

Bitcoin und Co

Geld und Umwelt futsch

Zahlenreihen beim Computer

Der Chef einer kanadischen Börse für Digitalwährungen hat das Passwort angeblich mit ins Grab genommen. Die Anleger kommen nicht mehr an ihr Geld. Der Skandal dürfte dem Image von Bitcoin und Co weiter zusetzen – das spart zwar viel Energie, produziert aber jede Menge Elektroschrott.

von Joachim Wille

Globale Energiewende

Weltweiter Solarzubau auf Rekordhoch

Solarthermisches Kraftwerk in Marokko

Der weltweite Ausbau der Photovoltaik hat 2018 um zehn Prozent zugelegt und damit erstmals die 100.000-Megawatt-Schwelle überschritten. Weil die Kosten sanken, wurde aber deutlich weniger Geld investiert. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den übrigen Erneuerbaren.

von Verena Kern

Klimarisiken

Wann kommt das erste Klimabeben an der Börse?

Nahaufnahme des Gebäudes des Energieversorgers PG&E in San Francisco

Der größte Energieversorger der USA ist pleite. Ein durch den Klimawandel potenzierter Waldbrand hat zum Konkurs der Pacific Gas und Electric Company geführt. Dabei war die kalifornische Firma noch vor drei Monaten 25 Milliarden Dollar wert. Für die Kapitalmärkte beginnt damit eine neue Zeit.

von Christian Mihatsch

Sozialer CO₂-Preis

Eine Steuer für mehr Gerechtigkeit

Eine Tankstelle

In Frankreich führt die Ankündigung höherer Abgaben auf fossile Kraftstoffe zu wochenlangen Protesten. Schuld ist auch das ungeschickte Vorgehen der Regierung Macron. Kanada, Indien und die Schweiz zeigen, wie ein CO2-Preis zu einem Erfolgsmodell wird – als Lenkungsabgabe.

von Sandra Kirchner

Studien zur Kohle-Finanzierung

Die Möglichmacher

Dampfendes Kohlekraftwerk Niederaußem in Bergheim bei Köln.

Die weltweite Kohle-Renaissance wird nicht nur von denen getragen, die Kraftwerke bauen, Kohle zu Tage fördern und verbrennen. Hinter ihnen stehen Banken und Versicherungen, ohne die das Geschäftsmodell nicht aufgehen würde.

von Susanne Schwarz, Sandra Kirchner

Gesundheitsgefahren des Klimawandels

"Die wahren Kosten des Klimawandels sind in unseren Krankenhäusern zu sehen"

Ein Soldat reicht Atemschutzmasken an die Autofahrer, die durch die Stadt Palangkaraya, Central Kalimantan, fahren.

Sieben Millionen Menschen sterben jährlich durch die Luftverschmutzung beim Verbrennen fossiler Energien, warnt die Weltgesundheitsorganisation beim Klimagipfel in Katowice. Klimaschutz rettet nicht nur Leben, so die WHO – er spielt auch seine Kosten doppelt wieder ein.

von Sandra Kirchner

UBA beziffert Umweltschäden neu

So sehr schadet eine Tonne CO₂ der Umwelt

Dampfendes Kohlekraftwerk

Wie viel kostet der Ausstoß klima- und gesundheitsschädlicher Emissionen? Das Umweltbundesamt legt aktualisierte Kostensätze vor.

von Sandra Kirchner

Prüfbericht des Bundesrechnungshofs

Chaos bei der Energiewende

Sich drehendes Windrad

Verfehlte Klimaziele, ineffizientes Management, mangelnde Kostentransparenz: Seit Jahren kritisiert der Bundesrechnungshof, wie das federführende Wirtschaftsministerium die Energiewende umsetzt. In ihrem neuen Bericht wird die Behörde noch deutlicher. Und schlägt als Lösung eine allgemeine CO2-Bepreisung vor.

von Verena Kern

Verfehlte Klimaziele

Die teure Klimalücke

Fehlender Klimaschutz in den Bereichen Verkehr, Landwirtschaft und Gebäude könnte die Steuerzahler in Deutschland Milliarden kosten, so ein Bericht der Denkfabrik Agora Energiewende.

von Friederike Meier

Divestment

Größter Rückversicherer steigt aus Kohle aus

Bürogebäude der Munich Re in München

Auch der Versicherungsriese Munich Re will nun aus dem Kohlegeschäft aussteigen und begründet dies mit den teuren Folgen des Klimawandels. Kritikern geht das nicht weit genug.

von Verena Kern

Serie Strukturwandel

Finanzmodell für Braunkohleregionen

Hier sind Bahnschienen mit einer Weiche zu sehen

Immer noch ist die Frage offen, wie der Strukturwandel in den Braunkohleregionen organisiert werden kann. Hohe Subventionen für angeblich zukunftssichere Arbeitsplätze könnten an EU-Recht scheitern und werden gerade in Ostdeutschland mit großer Skepsis betrachtet. Das eröffnet die Chance für ein Modell, das für wirtschaftlich schwächere Länder Beispielwirkung haben könnte.

ein Gastbeitrag von Gerhard Hübener

Energiewende

Kostenwahrheit für die zweite Phase

Zwei Schaufelradbagger arbeiten in einem großen Tagebau.

Die Politik hat sich bisher nicht getraut, den Verursachern von Schäden durch die Kohleverstromung die wahren Kosten in Rechnung zu stellen. Deshalb muss jetzt dringend die zweite Phase der Energiewende im Stromsektor folgen, in der Energieeinsparung und Erneuerbare die Kohle ersetzen.

ein Gastbeitrag von Damian Ludewig

Energie- und Verkehrswende

"Nicht länger grüner Ursuppe verhaftet sein"

Die Energiewende stockt, wird mehr und mehr ausgebremst – und der Ökostromer Green City Energy streicht auch noch das "Energy" aus seinem Namen. Künftig wolle man eben nicht nur Verkehr und Energie zusammen denken, sondern sich auch neuen Kundengruppen öffnen und ein neues Lebensgefühl vermitteln, erklärt Green-City-Sprecher Martin Betzold.

Interview: Jörg Staude

Divestment

Versicherungen stoßen RWE ab

Vor einem silhouettenhaft erkennbaren Kohlekraftwerk stehen Hochspannungsleitungen.

Die französischen Versicherungsriesen Macif und AG2R wollen nichts mehr mit Kohle-Investments zu tun haben und trennen sich von Kapitalanlagen des RWE-Konzerns. Mit Unternehmen, die Kohle-Kraftwerke planen, wollen sie keine Geschäfte mehr machen. Ein Trend, der inzwischen weltweit Schule macht.

von Susanne Götze

Globale Energiewende

Finanzierung von Ökoenergie stockt

Hier ist ein großer Solarpark zu sehen.

Der Umbau des weltweiten Energiesystems geht langsamer vonstatten als gedacht. Erstmals seit Jahren steigen die Investitionen in Öl und Gas wieder, während weniger Geld in die Erneuerbaren fließt, meldet die Internationale Energieagentur. Auch der Boom der Solarenergie dürfte 2018 einbrechen.

von Verena Kern

Hinkley Point C

Europäisches Gericht erlaubt Atomsubventionen

AKW Hinkley Point

Großbritannien darf das AKW Hinkley Point mit öffentlichen Geldern in vielfacher Milliardenhöhe fördern, hat der Europäische Gerichtshof geurteilt. Gegen eine entsprechende Genehmigung der EU-Kommission hatte Österreich mit Unterstützung von Luxemburg geklagt.

von Susanne Schwarz

Haushaltsverhandlungen

EU will ein Viertel des Budgets für Klimaschutz ausgeben

Hier ist ein Windrad vor düsterem Himmel zu sehen

Im Vorschlag für den langfristigen Haushaltsplan der Europäischen Union ab 2020 ist vorgesehen, dass jeder vierte Euro in den Klimaschutz fließt. Allerdings hat die EU eine andere Vorstellung vom Klimaschutz als europäische Klimaschützer.

von Friederike Meier

Schienenverkehr

Steuer-Push für die Bahn kommt gut an

Hier ist ein ICE zu sehen, der gerade aus dem Bahnhof fährt

Damit mehr Autofahrer auf die Bahn umsteigen, schlägt die SPD eine Absenkung der Mehrwertsteuer für Zugfahrten im Fernverkehr vor. Der Vorstoß findet Unterstützung – bei der Opposition, bei Verkehrsexperten und auch in der CDU. Doch im Bundesverkehrsministerium hält man sich lieber bedeckt.

von Joachim Wille

Schienenverkehr

Ein Steuer-Push für die Bahn

ICE am Gleis

Um Autofahrer zum Umstieg vom Auto auf die Bahn zu bringen, schlägt SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel zusammen mit Verkehrsexperten vor, die Mehrwertsteuer für Zugfahrten im Fernverkehr zu senken. Auf die Tickets schlägt der Staat 19 Prozent drauf.

von Joachim Wille