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Unabhängig durch Klimaschutz

Autofreier Sonntag gegen Putin

Fahrraddemo gegen Autobahnausbau in Niedersachsen

Energiesparen war bisher die stille Reserve. Nun kann sie helfen, von Russland unabhängiger zu werden. Die Forderungen nach Energieeffizienz und Energiesuffizienz in allen Sektoren – von Verkehr über Heizung bis Industrie – werden lauter.

von Joachim Wille

Die gute Nachricht

So geht klimafreundlicher Stahl auch ohne Wasserstoff

Pilotanlage auf einem zwei-etagigen Metallgestell in einer Einfamilienhaus-großen Halle. Sie sieht eher wie eine einfache Abfüll-Anlage aus und gar nicht wie ein Stahlwerk.

Das europäische Forschungsprojekt Siderwin entwickelt einen Prozess zur klimafreundlichen Stahlherstellung ohne Kohle – mit Strom, aber ohne den ineffizienten Umweg über Wasserstoff. Bis die Eisenoxid-Elektrolyse industriell einsetzbar ist, dürfte es aber noch dauern.

von Hanno Böck

Klimakongress des BDI

"Das Klimagesetz ist Planwirtschaft"

Die zwei Blöcke des Gas-und-Dampf-Kombikraftwerks von Trianel in Hamm-Uentrop, aufgenommen bei Nacht.

Auf dem BDI-Klimakongress am Dienstag setzte sich der Industrieverband für den Bau vieler neuer Gaskraftwerke und für entschärfte Vorgaben im Klimaschutzgesetz ein. Kritik an der kürzlich veröffentlichten BDI-Studie "Klimapfade 2.0" war eher unerwünscht.

von Jörg Staude

ADAC für synthetische Kraftstoffe

"Leute sind bereit, für E-Fuels mehr zu zahlen"

Weißer Mercedes-SUV von schräg vorn unten gesehen.

Als erste Verbraucherorganisation ist der Autoclub ADAC der Lobbyorganisation "E‑Fuel-Alliance" beigetreten. ADAC-Technikchef Karsten Schulze hält synthetische Kraftstoffe für eine unverzichtbare Brückentechnologie, gerade auch für heutige Hybrid-Autos.

von Jörg Staude

Initiative von 14 Unternehmen

"Ein Schub für die Kreislaufwirtschaft"

Einige Arbeiter am Endmontage-Fließband für den 3er BMW in Leipzig.

Eine wirtschaftsnahe Klimastiftung fordert von der neuen Bundesregierung, Deutschland zum Vorreiter für ein anspruchsvolles Recycling von Industrieprodukten zu machen. Leisten soll das vor allem ein "digitaler Produktpass" etwa für die Autoindustrie.

von Joachim Wille

Gastbeitrag

CO₂-Recycling auf die Bühne der COP 26

Labormitarbeiterin mit Schutzbrille gießt farblose Flüssigkeit in durchsichtige Flasche..

In einigen Industriesektoren ist es kaum möglich, CO2-Emissionen komplett zu vermeiden. Hier kann neben der Speicherung auch die Nutzung von CO2 eine Lösung bieten. Beim Klimagipfel COP 26 in Glasgow wird darüber zu reden sein.

ein Gastbeitrag von Markus Steilemann

Klimaschutz durch Materialeffizienz

Mehr Holz und Carsharing

Holzhochhaus H8

Die Pariser Klimaziele sind viel leichter erreichbar, wenn beheizte Gebäude und Autos nicht nur auf Ökostrom umgestellt, sondern auch materialeffizient gebaut werden. Weniger Zement und Stahl zu verbrauchen spart eine Menge Treibhausgase, wie eine Studie der Universität Freiburg zeigt.

von Joachim Wille

Die gute Nachricht

Grüner Stahl am Start

Ein frisch gewalztes Stück Stahl.

Mit der ersten Testlieferung eines schwedischen Herstellers beginnt das Zeitalter des "Klimastahls". Er wird mit erneuerbarem Wasserstoff statt mit Koks und Kohle produziert. Ob er wettbewerbsfähig sein wird, hängt auch von den Rahmenbedingungen ab.

von Joachim Wille

H₂-Produktion mit Erdgas und Atomkraft?

Grüner Wasserstoff zuerst für die Stahlindustrie

Walzwerk mit rotglühendem Stahlblock.

Die Bundesregierung und der Wasserstoffrat halten an einer nuklear-fossilen Option für die Wasserstoff-Erzeugung fest. Klimapolitisch ist es dagegen angezeigt, das zunächst knappe Gut "grüner Wasserstoff" vor allem zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie einzusetzen.

ein Gastbeitrag von Verena Graichen, Oliver Powalla

Neuer Baustoff Carbonbeton

Den Beton neu erfunden

Eingerüsteter kleiner einstöckiger Betonhaus-Rohbau.

Der Dresdner Bauingenieur Frank Schladitz ersetzt den Stabilisator Stahl durch Carbon – und entlastet so Umwelt und Klima. Vor allem durch seine Haltbarkeit hat Carbonbeton eine wesentlich bessere Ökobilanz als Stahlbeton.

von Joachim Wille

Report der Umweltstiftung WWF

Keine Geschenke mehr im Emissionshandel

Mehrere Stapel 100-Euro-Scheine liegen nebeneinander.

Kostenfrei zugeteilte CO2-Emissionsrechte soll es nicht mehr geben und die Einnahmen aus den versteigerten Zertifikaten sollen vollständig dem Klimaschutz zugutekommen: Die Forderungen des WWF für den europäischen Emissionshandel laufen auf eine kleine Revolution hinaus.

von Jörg Staude

Bilanz der Handelsperiode 2013 bis 2020

Industrie und Erdgas leben gut unterm Emissionshandel

Ein Zementwerk

Als das bisher am besten funktionierende Klimaschutz-Instrument gilt der europäische Emissionshandel. Eine Bilanz für die Jahre 2013 bis 2020 zog jetzt die Deutsche Emissionshandelsstelle. Die fällt für Deutschland gar nicht so gut aus.

von Jörg Staude

Industrie drängt auf fragwürdiges Verfahren

"Türkiser" Wasserstoff mit kritischer Klima-Bilanz

Etliche Erdgasleitungen mit vielen Ventilen führen zu mehreren Gasspeichern.

Wasserstoff aus Erdgas herzustellen kann mit neuen Verfahren wie Methanpyrolyse klimaneutral werden, werben Konzerne wie BASF. Doch dieser "türkise Wasserstoff" ist nicht emissionsfrei. Die Erdgasförderung bleibt klimaschädlich.

von Hanno Böck

H₂-Vision mit mehreren Unbekannten

Wasserstoff aus der Nordsee

Offshore-Windkraftwerke stehen in der Nordsee, auf einer Plattform über dem Meeresspiegel stehen Container mit Wasserstoff-Elektrolyseuren.

RWE, Shell und Co wollen das grüne Gas von Offshore-Windkraftanlagen per Pipeline einsammeln. Das reicht aber noch lange nicht, um riesige Mengen Wasserstoff für Industrie und Verkehr zu produzieren, wie die Bundesregierung es vorhat.

von Joachim Wille

Verordnung zum CO₂-Emissionshandel

Tomaten und Salat von "Carbon Leakage" betroffen?

Frischer Salat aus Cherrytomaten, Rucola und Öl.

Eine Klimaoffensive verspricht Umweltministerin Schulze, seit Karlsruhe das Klimagesetz teilweise kippte. Zunächst aber will ihr Haus eine Verordnung durch den Bundestag bringen, die der Wirtschaft Milliarden an Klimakosten erlässt. Heute befragt der Umweltausschuss Experten dazu.

von Jörg Staude

BDI-Papier zu CCUS-Technologien

Industrie will sich "grünen" Kohlenstoff anrechnen lassen

Ein Teil der Erde aus dem Weltraum aufgenommen, daneben eine blaue Fläche mit der Aufschrift: Future Forward Talk - Kohlenstoffkreisläufe.

CO2 vermeiden und die Wirtschaft dekarbonisieren – gut und schön, klingt es beim Bundesverband der Deutschen Industrie. In einem "Diskussionspapier" plädiert der BDI für sogenannte Carbon-Capture-Utilisation-and-Storage-Technologien (CCUS) als Teil der Strategie, um die Klimaziele zu erreichen.

von Jörg Staude

FÖS-Expertin zur Carbon-Leakage-Verordnung

"Der Klimaschutzeffekt läuft gegen null"

Abfüllanlage für Tomatenmark - schon gefüllte, aber noch nicht verschlossene Gläser laufen vorbei.

Zu viele Ausnahmen, zu viele Entlastungen: Die von der Regierung verabschiedete Carbon-Leakage-Verordnung setzt die CO2-Bepreisung fossiler Kraft- und Brennstoffe an entscheidenden Stellen praktisch außer Kraft, kritisiert die Ökonomin Swantje Fiedler vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft.

Interview: Jörg Staude

Deneff-Analyse

Energiespar-Branche wartet auf den Kickstart

Rot leuchtende Ampel, nur das obere, rote Licht ist zu sehen.

Deutschland spart nicht genug Energie – auch weil die Politik keine stimmige Effizienzstrategie hat. Was sich in der kommenden Legislaturperiode ändern muss, hat die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz in einer Kurzstudie zusammengetragen.

von Sandra Kirchner

Energiewende in der Industrie

BASF fordert: Ökostrom-Mengen müssen stark steigen

Produktionsanlage der BASF in Ludwigshafen

Auch der weltgrößte Chemiekonzern BASF will nun Klimaneutralität bis 2050 erreichen. Ökostrom soll dabei künftig fossile Energieträger wie etwa Erdgas ersetzen. Der Einstieg in die CCS-Technologie steht ebenfalls zur Debatte.

von Joachim Wille

Studie für Bundeswirtschaftsministerium

Exklusiver "Klimaklub" statt CO₂-Ausgleich an der Grenze

Aufgestapelte Container, davor ein stacheldrahtbewehrter Zaun.

Gegen "Carbon Leakage" will die EU bis 2023 einen CO2-Grenzausgleich einführen. Das hält eine Studie im Auftrag des Wirtschaftsministeriums für zu bürokratisch und eventuell auch kontraproduktiv. Besser sei, einen "Klimaklub" der Industriestaaten zu bilden, schlagen die Berater von Minister Altmaier vor.

von Jörg Staude