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Kommentar

Etwas mehr Licht in Glasgow

Protestierender mit Schild bei der Klimademo in Glasgow

Peking und Washington wollen beim Klimaschutz wieder zusammenarbeiten. Gut und schön. Und unerwartet. Doch der Test auf die Ernsthaftigkeit der Ambitionen kommt erst noch.

ein Kommentar von Joachim Wille

EU beim Klimagipfel wenig sichtbar

USA und China überraschen mit bilateralem Deal

Minister stehen in einer Reihe und halten ein Transparent, auf dem "Together for Ambition" steht.

Die USA und China hatten 2015 den Weg für das Pariser Klimaabkommen geebnet. Ob ihr jetziger Deal in Glasgow ähnlich bedeutsam wird, bleibt abzuwarten. China ist sich aber wohl bewusst, dass seine Haltung über das 1,5-Grad-Ziel entscheiden kann. Unterdessen wollen zehn Länder aus der Öl- und Gasförderung aussteigen.

von Christian Mihatsch

UN-Generalversammlung beendet

USA und China bewegen sich beim Klima ein bisschen

Großer Industriepark im Gebirge, Kühltürme und Schornsteine von Kraftwerken und Industrieanlagen stoßen sehr viel weißen Dampf und orangefarbenen sowie grauen Rauch aus.

China stoppt die Förderung von Kohlekraftwerken im Ausland und die USA stocken ihre Klimafinanzierung etwas auf. Außerdem wurden bei der gestern beendeten UN-Generalversammlung einige neue Länderallianzen zum Klimaschutz gebildet.

von Christian Mihatsch

Chinas neuer Emissionshandel

Warum der größte CO₂-Markt der Welt wahrscheinlich nicht funktioniert

Kohlekraftwerk mit vier Blöcken und vier Kühltürmen, davor ein Feld mit Stromleitungen.

Auch in Chinas Energiesektor wird seit Kurzem mit Zertifikaten gehandelt. Ob das wirklich dem Klima hilft, ist aber fraglich: Peking will eine Branche mit Marktanreizen zum Klimaschutz bewegen, die ansonsten gar nicht nach Marktprinzipien funktioniert.

von Christian Mihatsch

Energiewende in Asien

Nur China hält an der Kohle fest

Großes Kohlekraftwerk mit mehreren stark rauchenden Schornsteinen, davor eine teils unter Wasser stehende Brachfläche.

Im letzten Jahr änderte sich die Energiepolitik in vielen asiatischen Ländern fundamental: Viele Länder haben beschlossen, keine neuen Kohlekraftwerke mehr zu bauen. Die große Ausnahme bleibt vorerst China.

von Christian Mihatsch

Vermutetes Leck im AKW Taishan

Nicht ganz dicht?

Panoramaaufnahme von Block 1 und 2 des Kernkraftwerks Taishan in der südchinesischen Provinz Guangdong.

Ein Vorfall in einem chinesischen Atomkraftwerk lässt Experten rätseln. Der französische Betreiber schaltet die US-Regierung ein. Insgesamt lassen aber die erneuerbaren Energien in China beim Ausbau die Kernkraft und auch die Kohle gerade weit hinter sich und erreichen neue Rekordwerte.

von Joachim Wille, Jörg Staude

Globale Analyse

Corona infiziert Kohle

Luftaufnahme eines Kohlekraftwerks mit zwei in Betrachtungsrichtung qualmenden Schornsteinen.

Der besonders klimaschädliche Energieträger wird weltweit weniger für die Stromerzeugung genutzt. China bildet die große Ausnahme: Hier sind weiterhin zahlreiche neue Kraftwerke geplant.

von Joachim Wille

Emissionshandel startet überraschend

China eröffnet größten CO₂‑Markt der Welt

Heizkraftwerk in Lengshuijiang in der chinesischen Provinz Hunan.

Für Ökonomen ist klar: CO2-Emissionen brauchen einen Preis, damit sie sinken. Das lässt sich mit einem Zertifikatehandel oder einer CO2-Steuer erreichen. China setzt für Kohlekraftwerke jetzt auf den Emissionshandel. Die Wirkung ist zunächst bescheiden.

von Christian Mihatsch

Mehr Güterzüge aus China

Eiserne Seidenstraße profitiert von Corona

Eisenbahn mit Container der China Railway Express Company überquert den Emscherkanal und die Autobahn 42 bei Oberhausen. Im Vordergrund der Rhein-Herne-Kanal.

Erst seit wenigen Jahren gibt es regelmäßigen Frachtzugverkehr zwischen China und Europa. Doch das Geschäft wächst schnell. Das liegt nicht zuletzt an den großzügigen Subventionen Chinas.

von Christian Mihatsch

Der gute Wille

Chinas Fußabdruck wird kleiner

Türkisfarbener Container mit der Aufschrift "China Shipping" auf Chinesisch und Englisch.

Die vielen Waren, die China für die Welt produziert, belasten bisher ausschließlich das CO2-Budget des Exportlandes. Verteilt man den Klima-Fußabdruck der Produkte gerecht auf Hersteller- und Importland, sinken Chinas Emissionen merklich – und die der EU steigen.

eine Kolumne von Joachim Wille

US-Wahl

Biden nimmt Kurs auf "Paris"

Porträtaufnahme von Joe Biden.

Wird Joe Biden US-Präsident, will er den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen bereits an seinem ersten Amtstag rückgängig machen. Darauf drängen auch andere Staaten. Weltweit läuft der Klimaschutz aber auch außerhalb der USA schleppend.

von Susanne Schwarz, Joachim Wille

Klimapolitik wieder ins Spiel bringen

Der Klimawandel und Europas neue geopolitische Rolle

EU China Summit

Die Rivalität zwischen China und den USA in der Frage des Klimawandels gibt der EU die einmalige Chance, in dieser Frage zu einem strategischen globalen Akteur zu werden.

ein Gastbeitrag von Olivia Lazard

Überraschende Ankündigung Xis

China will CO₂-Emissionen auf null reduzieren

Xi Jinpng spricht im Sitzen, vor sich ein Schild mit der Aufschrift "China"

Bislang war die EU unter den großen Emittenten allein mit ihrem Ziel, CO2-Neutralität zu erreichen. Das hat sich gestern geändert. Nun ist das auch das erklärte Ziel Chinas. 

von Christian Mihatsch

Weltweite Kohleverstromung

Düstere Zukunft für Kohle

Ein Kohlekraftwerk spiegelt sich abends in einem Fluss

Im ersten Halbjahr dieses Jahres ist die weltweite Kohlenutzung erstmals zurückgegangen. In den USA sank sie sogar auf das niedrigste Niveau seit fast 50 Jahren.

von Verena Kern

Weltweiter Statusreport

Mehr Kohle-Kraftwerke, aber weniger Auslastung

Heizkraftwerk in China

Weltweit schrumpfen die Kohlekraftwerks-Kapazitäten. Einzig China genehmigt mehr neue fossile Meiler – auch um die Folgen der Coronakrise zu bewältigen. Doch die Auslastung der Kohlekraftwerke sinkt insgesamt.

von Sandra Kirchner

Serie: Vorangehen für Klimaschutz

China: Peking lässt die Steppe ergrünen

Aufforstung in China

Am Rande der Wüste Gobi forstet China derzeit eine riesige Fläche zur "Grünen Mauer" auf, um den Boden und das Klima zu schützen. Trotzdem hat das Land noch einen weiten Weg vor sich.

von Joachim Wille

COP 25

Die Blockade-Meister

Spanholzwand mit weißer Aufschrift "It

Sind mittlerweile nicht alle irgendwie Klimaretter? Nein. Auf dem Weltklimagipfel in Madrid, der am Freitag eigentlich zu Ende gehen sollte, haben manche Staaten Klimaschutz massiv ausgebremst.

von Susanne Schwarz

Internationale Klimapolitik ab 2020

EU setzt auf Klimadeal mit China

Die chinesische Flagge neben der euroopäischen Flagge

Bislang haben Peking und Washington die Leitplanken für den internationalen Klimaschutz bestimmt. Wegen des Ausfalls der USA will nun die EU im Tandem mit China diese Aufgabe übernehmen. Dafür gibt es einen Plan, aber ob Europas Gewicht ausreicht, ist unklar. Erste Voraussetzung ist ein höheres EU-Klimaziel.

von Christian Mihatsch

Fotostrecke

Viele Gretas

Die ugandische Klimaaktivistin Hilda Nakabuye protestiert vor Holzhändlern gegen Abholzung

Vor einem Jahr begann Greta Thunberg ihren Schulstreik fürs Klima und hat damit eine weltweite Bewegung ausgelöst. "Fridays for Future"-Aktivisten gibt es mittlerweile in über 100 Ländern, ihr Protest ist teilweise nicht ungefährlich. Wir stellen einige der internationalen Pioniere vor.

von Verena Kern, Sandra Kirchner

Lückings Woche

Chinas Windpläne, Konsens beim CO₂-Preis und die Fata Morgana der Straße

Kalenderwoche 30: Radfahrer in Zweierreihe auf der Reeperbahn! Das hat ihn in dieser Woche am meisten beeindruckt, sagt Gero Lücking, Geschäftsführer für Energiewirtschaft beim Ökostrom-Anbieter Lichtblick und Mitglied des Kuratoriums von Klimareporter°. Er hofft, dass die Rad-Eroberung Hamburgs zur täglichen Normalität wird.