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Mit der Thermoskanne am Laptop

Das Homeoffice treibt die Stromkosten nach oben, direkt und indirekt, aber man kann gegensteuern. Das rechnet eine Branchenagentur vor und gibt Tipps.


Frau verfolgt Videokonferenz mit Kolleginnen und Kollegen am Laptop.
Viele Büroangestellte arbeiten derzeit im Homeoffice. Das bringt einen großen Schub für die Digitalisierung – und für den Stromverbrauch zu Hause. (Foto: New Africa Studio/​Mykolajiw/​Shutterstock)

Knapp ein Viertel der Erwerbstätigen in Deutschland arbeitet gerade vorwiegend oder ausschließlich im Homeoffice. Noch mehr, nämlich 39 Prozent, erklärten jüngst in einer Befragung, sie könnten ihren Beruf grundsätzlich komplett oder größtenteils in Heimarbeit erledigen.

Die moderne Heimarbeit dürfte so auch nach Corona im Trend bleiben. Das entlastet die Umwelt, denn Pendlerströme und Dienstreisen nehmen ab, damit auch der CO2-Ausstoß.

Doch es gibt auch negative Folgen: Der Stromverbrauch zu Hause steigt zum Teil spürbar.

Eine Fachgemeinschaft, der unter anderem der Energiewirtschaftsverband BDEW angehört, hat aus diesem Anlass nun Tipps veröffentlicht, wie die "Homeofficer" das in den Griff bekommen können.

Für einen Ein-Personen-Haushalt kann sich der Stromverbrauch um bis zu 20 Prozent erhöhen, hat die "HEA-Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung" ermittelt. Bei mittleren Stromkosten eines solchen Haushalts von rund 550 Euro jährlich geht das mit 110 Euro schon ins Geld.

Bei einem Vier-Personen-Haushalt, in dem zwei Personen im Homeoffice arbeiten, kann der Anstieg laut der HEA-Analyse bis zu 30 Prozent betragen. Das wären 350 Euro zusätzlich im Jahr.

Dabei geht es nicht nur um den Strom, den Computer und Internet zusätzlich brauchen. Auch häufigeres Kochen, mehr Beleuchtung und höherer Fernsehkonsum "aufgrund mangelnder Alternativen für die Abendgestaltung" sind dabei eingerechnet.

Ruhezustand statt Screensaver

Die HEA-Experten weisen darauf hin, dass die Auswahl des Computers und das Nutzungsverhalten den Stromverbrauch stark beeinflussen. So ist ein Laptop bei gleicher Nutzung deutlich energieeffizienter als ein Desktop-PC, statt im Schnitt 60 Watt braucht er nur 15 Watt.

In längeren Pausen, in denen der Computer nicht genutzt wird, empfiehlt sich der Ruhemodus statt des Bildschirmschoners, der verhindert, dass das Gerät in diesen Sparmodus geht. Aus dem Ruhemodus gestartet, ist es schnell wieder einsatzbereit.

Da der Internetrouter ein Dauerverbraucher im Haushalt ist, kann es sich laut HEA lohnen, ihn über Nacht auszuschalten. Einige Router verfügen allerdings über einen Energiesparmodus, der automatisch aktiviert wird, wenn das Gerät eine gewisse Zeit nicht genutzt wurde.

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