Kommentare – Kolumnen – Gastbeiträge

Graßls Woche

Beflügelnde Energiewende, Sommer ohne Überraschung und die Aufforstungs-Illusion

Kalenderwoche 38: Beim kommenden UN-Klimagipfel muss eine Koalition von Vorreiterstaaten zeigen, dass eine Energiewende auch die Wirtschaft beflügelt, sagt Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Aufforstung in Trockengebieten ist laut einer neuen Studie keine Trumpfkarte.

Gastbeitrag

Klima- und Energiepreiskrise gemeinsam bekämpfen

Ein Windpark, eine Solar-Freiflächenanlage und Stromleitungen auf einem Feld.

Das jetzige Strommarktsystem treibt weite Teile der Bevölkerung und der Wirtschaft in Existenzkrisen, während einige wenige Akteure Rekordgewinne einfahren und das Klima ruiniert wird. Wir brauchen mehr Mut, um schnell und wirksam zu intervenieren.

ein Gastbeitrag von Klaus Mindrup

Gastbeitrag

Neuer Strom-Markt für 100 Prozent Erneuerbare bis 2030

Luftaufnahme einer Siedlung, etliche Häuser haben Solardächer.

Die Strompreise explodieren auch wegen einer verfehlten Strommarktordnung. Wir brauchen dringend eine neue, die sich an den kostengünstigen dezentralen erneuerbaren Energien orientiert statt an maximalen Gewinnen fossiler Energiekonzerne. Aber auch überzogene Gewinne von Solar- und Windstromerzeugern sind zu beenden.

ein Gastbeitrag von Hans-Josef Fell

Hummels Woche

Das Preisdeckel-Monster, nette Hilfen für Windkraft und der pralle EEG‑Topf

Porträtaufnahme von Oliver Hummel.

Kalenderwoche 37: Eine Direktzahlung an Haushalte könnte die entlasten, die wirklich Unterstützung bei hohen Energiepreisen benötigen, sagt Oliver Hummel, Vorstand beim Öko-Energieversorger Naturstrom und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Auch eine "umgekehrte" EEG-Umlage wäre sinnvoll, aber nicht ein Bürokratie-Monster mit preisgedeckeltem Basisverbrauch.

Der gute Wille

Der Fluch der Currywurst

Fleisch

Man soll weniger Fleisch essen, wird gefordert, gerade in Zeiten von Krieg und Klimawandel. Okay, warum nicht. Gerhard Schröder hat da nichts mehr zu sagen.

eine Kolumne von Joachim Wille

Gastbeitrag

Energiepreise: Es gilt, den fossilen Zyklus zu brechen

Balkengrafik: Wenigverbraucher zahlen weniger für die Kilowattstunde Strom, Vielverbraucher mehr.

Gegen die Energiekrise braucht es jetzt eine Umverteilung der Kosten sowie den Widerstand gegen fossile Scheinlösungen wie Flüssigerdgas. Längerfristig geht es um das Recht auf eine Energie-Grundversorgung für alle. Unnötiger Verbrauch sollte gezielt verteuert werden.

ein Gastbeitrag von Lasse Thiele

Digitale Mobilität – das Antiblockiersystem

Die Shopping-Mall als Teil der autogerechten Stadt

Riesiger, wenig belegter Parkplatz vor einem gesichtslosen Shopping Center.

Die autogerechte in eine lebenswerte Stadt zu verwandeln, heißt nicht nur, Straßen und Parkplätze zu entwidmen und Raum für eine andere Mobilität zu schaffen. Auch die großen Shopping-Malls sollten als Relikte einer autozentrierten Stadtentwicklung zurückgebaut werden.

ein Gastbeitrag von Timo Daum

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: E-Fuels

Aufmacherbild: Volker Quaschning vor blauem Hintergrund mit grellweißem Bitz.

E-Fuels sollen unsere Benzin- und Dieselautos klimaneutral machen. Ihre Herstellung ist aber ineffizient und extrem teuer. Sind E-Fuels trotzdem ein sinnvoller Weg zum Klimaschutz?

eine Kolumne von Volker Quaschning

Kemferts Woche

Unnötiger Atomstress, fossiles Strom-Design und rückwärtsgewandte Energiedebatten

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 36: Energiedebatten sind 2022 noch so rückwärtsgewandt wie seit 25 Jahren, es geht immer nur um Atomkraft, Kohle, Fracking oder Flüssigerdgas, kritisiert Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Die Laufzeit der deutschen AKW zu verlängern, sei unnötig.

Der gute Wille

Ostsee-Wasser für die Berliner?

Einige Meter einer hellgrünen Trinkwasserpipeline in Großaufnahme auf einer Wiese.

Auch in und um Berlin ist es trocken. Die Spree fließt rückwärts, und die Fachwelt diskutiert schon über Meerwasser-Entsalzungsanlagen an der Küste, um die Hauptstadt weiter zu versorgen. Da stellen sich aber noch ein paar Fragen.

eine Kolumne von Joachim Wille

Kommentar

Kein Blackout

50-Hertz-Angestelle im Kontrollzentrum in Berlin-Marzahn

Der Strom-Stresstest ist da: Zwei Atomkraftwerke bleiben nach dem 1. Januar in Reserve. Das ist okay, aber nun muss endlich die große Offensive zum Umbau des Energiesystems kommen. Dieses System ist nicht zukunftsfähig, von der Klimawirkung ganz zu schweigen. 

ein Kommentar von Joachim Wille

Gastbeitrag

Neue Treibhausgas-Rekorde – und was tun wir?

Karikatur: Familie sitzt im Auto, Abgase werden in Fahrgastraum geleitet. Kind sagt: "Spätestens 2050 soll der Motor abgestellt werden!"

Es wird immer heißer, die Gletscher schmelzen immer schneller, die CO2- und Methan-Emissionen erreichen immer neue Rekordwerte. Kommen alle Bemühungen zur Rettung des Weltklimas zu spät? Wo bleibt unser Selbsterhaltungstrieb?

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Graßls Woche

1,5-Grad-Kipppunkte, Monsun-Wut und Bildung als Klimaschutz

Kalenderwoche 35: Nach neuesten Erkenntnissen werden schon bei 1,5 Grad Erderwärmung erste Kipp-Punkte des Weltklimas überschritten, sagt Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Der jüngste Bericht des Club of Rome erinnert ihn an die Enzyklika "Laudato Si'" von Papst Franziskus, veröffentlicht 2015.

Digitale Mobilität – das Antiblockiersystem

Verkehrswende, autofreie Kieze und Gentrifizierung

Durch einen Torbogen schauen wir auf eine ebene sandige Fläche zwischen Häusern, in der Mitte ein Brunnen, an dem Kinder mit Gießkannen spielen. Große Bäume stehen zwischen den Häusern, ein Lastenrad vor einem Laden, in dem Menschen einkaufen.

Bald soll in einem weiteren Berliner Kiez für einige Monate das Abstellen privater Pkw nicht mehr gestattet sein. Dadurch werden Haushalte mit niedrigen Einkommen verdrängt, sagen Kritiker. Aber – stimmt das?

ein Gastbeitrag von Panagiotis Loukaridis

Kommentar

Meereswind statt Flüssiggas

Windkraft Eon Roedsand II

Ausgerechnet der Ukraine-Krieg bewirkt, dass die Offshore-Pläne in Nord- und Ostsee Fahrt aufnehmen. Das ist verrückt, aber besser, als nur Flüssigerdgas einzukaufen. Jetzt müssen auch an Land neue Windräder aufgestellt werden – gerade im unterentwickelten Süden Deutschlands.

ein Kommentar von Joachim Wille

Kommentar

Einfach mal aufraffen!

Drei 9-Euro-Tickets in einer Hand aufgefächert.

Das Neun-Euro-Ticket war noch viel besser als gedacht, denn mehr Menschen als angenommen sind vom Auto in Bus und Bahn umgestiegen. Bund und Länder können sich jetzt nicht mehr verstecken, sie müssen schnellstens eine Nachfolgelösung bringen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Kommentar

Warum nicht gleich die Strombörse abschaffen?

An der Emissionshandelsbörse in Leipzig sitzt ein Mann am Computer und spricht in einen Telefonhörer.

Wegen exorbitant steigender Strompreise erwägt der niedersächsische Ministerpräsident Weil, den Stromhandel auszusetzen und die Preise staatlich zu regulieren. Gut so. Konsequenterweise könnte man auch die Strombörse gleich ganz abschaffen.

ein Kommentar von Jörg Staude

Der gute Wille

Milliardäre schmecken nicht

Ein handgemaltes Demo-Schild zeigt Karl Marx als Koch mit einer Sichel an einem Dönerspieß, dazu der Schriftzug: Eat the Rich.

Kannibalismus als Mittel des Klimaschutzes? Lisa Simpson soll das angeblich empfohlen haben. Ist aber Unsinn. Oder?

eine Kolumne von Joachim Wille

Willenbachers Woche

Absurde Gasumlage, unsinnige Ausschreibungen und freies Repowering

Matthias Willenbacher spricht mit ernstem Blick und ruhiger Handgeste vor warm beleuchtetem, unscharfem Hintergrund

Kalenderwoche 34: Der Solarboom lässt auf sich warten – wegen unsicherer Flächen, Engpässen, Inflation, Bürokratie und mehr, klagt Matthias Willenbacher, Geschäftsführer der nachhaltigen Investing-Plattform Wiwin und Mitglied im Klimareporter°-Herausgeberrat. Gegen hohe Strompreise schlägt er vor, dass Windräder und Solarparks ohne Genehmigung erneuert werden dürfen.

Gastbeitrag

Die deutsche Gespenster-Diskussion

Tagesschau-Screenshot vom 29. April 1986 mit einer Europakarte und der Schlagzeile: Nuklearbrand nicht unter Kontrolle.

Nicht einmal die Betreiber wollen längere AKW-Laufzeiten. Andere Länder haben AKWs wegen ihrer Atombomben, diesen schrecklichen Zwang haben wir nicht. Wir können gleich auf den kompletten Umstieg setzen.

ein Gastbeitrag von Franz Alt