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Die Klimaverhandlungen in Bonn haben es genauso gezeigt wie der G20-Gipfel: Momentan herrscht keine Aufbruchstimmung beim globalen Klimaschutz. Das kann sich natürlich ändern. Trotzdem sollten wir die Idee aufgeben, dass es auf globale Fragen nur globale Antworten gibt. 

ein Kommentar von Susanne Schwarz

Anders als befürchtet endet der G20-Gipfel im japanischen Osaka doch noch mit einer gemeinsamen Erklärung zum Klimaschutz – ohne die USA. Das Scheitern wurde damit abgewendet. Doch das Abschlussdokument ist trotzdem ein Rückschritt.

von Verena Kern

Weil die Japaner fürchten Trump zu vergrätzen, haben sie Weichspüler über den Entwurf für das Abschlusskommuniqué des G20-Gipfels gegossen. Der offensichtliche Unwille der "Staatenlenker", den Klimawandel in erträglichen Bahnen zu halten, erzeugt in der Öffentlichkeit weltweit Widerstand.

ein Kommentar von Joachim Wille

Queensland genehmigt Carmichael-Projekt

Die Regierung von Queensland hat die letzte Genehmigung für den Aufschluss der gigantischen Carmichael-Kohlegrube im Nordosten Australiens erteilt. Die Verbrennung der dort zu fördernden Steinkohle würde die globalen CO2-Emissionen spürbar nach oben treiben.

von Jörg Staude

Advertorials

Wirtschaftsministerin Reiche plant Milliarden-Subventionen für neue Gaskraftwerke. Doch die verstoßen gegen EU-Recht und blockieren Speicher, flexible Stromtarife und Innovationen für 100 Prozent Erneuerbare, sagt Sönke Tangermann, Vorstand von Green Planet Energy. Die Energie-Genossenschaft hat Beschwerde bei der EU eingereicht.

Der bezuschusste regionale Stromtarif von Naturstrom ist eine attraktive, niedrigschwellige Möglichkeit der Teilhabe für Anwohner:innen in der Nachbarschaft von Öko-Energieanlagen.

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Der Gastgeber der nächsten Weltklimakonferenz will bis zur Hälfte des Jahrhunderts klimaneutral werden – und dafür ab 2040 keine Kohle mehr verstromen. Eine erste Gruppe von Kohlekraftwerken soll in den kommenden fünf Jahren abgeschaltet werden.

von Susanne Schwarz

IMO beschließt höhere Effizienzziele

Die Mitgliedsstaaten der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO haben sich auf höhere Effizienzstandards geeinigt. Auf kurzfristige, einfache Maßnahmen zur CO2-Minderung – wie ein Tempolimit für Schiffe – will sich die IMO nicht festlegen. Dabei warben sogar Reeder für Geschwindigkeitsbegrenzungen.

von Sandra Kirchner

Dossiers

Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

Serie: Chinas Klima- und Umweltpolitik

Europas Ölkonzerne bereiten sich darauf vor, dass wirksame Maßnahmen gegen die Klimakrise ergriffen werden. Der Abschied vom lukrativen Öl- und Gasgeschäft fällt ihnen dennoch schwer. Noch immer sind ihre Investitionen in Öl und Gas zu hoch für die Pariser Klimaziele.

von Christian Mihatsch (Chiang Mai)

Unerwarteter Ausgang der "Klimawahl"

In Australien hat überraschend die konservative Liberal Party die Parlamentswahlen gewonnen. Der kohlefreundliche Scott Morrison bleibt damit Premierminister.

von Friederike Meier, Verena Kern

Petersberger Klimadialog

Deutschland soll bis 2050 klimaneutral werden, sagt Bundeskanzlerin Merkel beim zehnten Petersberger Klimadialog. Statt aber Maßnahmen zur Treibhausgasminderung zu nennen, will Merkel im neuen Klimakabinett über die umstrittenen Technologien zur CO2-Speicherung diskutieren.

von Sandra Kirchner

Empfehlungen der Redaktion

Die reichsten zehn Prozent

Die wachsende soziale Ungleichheit auf der Welt ist mitverantwortlich für die Klimakrise. Doch die Politik bleibt bislang untätig. Forschende wollen das nun ändern und schlagen eine progressive CO2-Steuer vor.

von Verena Kern

Der Kampf um Lützerath ist vorbei, der Kampf um den Ausstieg aus der fossilen Energiewelt, um den sozialen Frieden und um Demokratie geht weiter. Fünf Jahre und fünf Tage, die ein neues Kapitel der Klimabewegung aufschlugen – divers wie nie, geeint wie nie. Ein Widerstands-Tagebuch.

von Barbara Schnell (Lützerath)

Tausende Hitzetote, immer mehr Allergiker, West-Nil-Fieber in Sachsen: Schon heute macht die Klimakrise krank. Wie können wir uns schützen? Ein Gespräch mit der Umweltmedizinerin Claudia Traidl-Hoffmann über die Pandemien der Zukunft und das große Vorbild Frankreich.

Interview: Andreas Holzapfel

Meinungen

Industriepolitik

ein Kommentar von Joachim Wille
eine Kolumne von Volker Quaschning

Der rasante Artenschwund erfordert sofortiges Handeln. Selbst wenn alle Menschen Vegetarier und Fahrradfahrer würden, reichte das nicht. Die Gesellschaft muss vor allem die Regierungen zu entsprechenden Maßnahmen zwingen, wenn nötig, auch mit zivilem Ungehorsam.

ein Kommentar von Christian Mihatsch

Bericht des UN-Biodiversitätsrates

Der Schwund der biologischen Vielfalt ist weltweit ungebremst – angetrieben von den menschengemachten Veränderungen in Natur- und Kulturlandschaften. Dabei wollten die Vereinten Nationen den Artenverlust bis 2020 halbieren. Der Bericht des Weltbiodiversitätsrates könnte ein Weckruf werden.

von Sandra Kirchner