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Quaschning erklärt: Sichere Atomkraftwerke

Drei Atomkraftwerke sollen jetzt ohne periodische Sicherheitsüberprüfung bis April weiterlaufen. Wir wetten einfach darauf, dass dabei nichts passiert. Aber wer haftet eigentlich, wenn die Wette doch schiefgeht? Die Antwort ist überraschend.


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Deutsche Kernkraftwerke sind völlig sicher. Doch wer bezahlt den Schaden, wenn doch mal was schiefgeht?

Cyberangriffe, Anschläge, Mega-Naturkatastrophen oder schlicht und einfach menschliche oder technische Fehler: All das kann einen Atomkraftwerks-Super-GAU auslösen. Wir könnten große Teile unseres Landes für Jahrtausende vergessen.

Die Betreiber müssen lediglich 2,5 Milliarden Euro für Schadenersatz zurücklegen – die gleiche Summe, mit der gerade mal 25 Autos versichert sind.

Fukushima hat Schäden von über 200 Milliarden Euro verursacht. In Deutschland wären die Schäden wohl noch viel größer.

Von unseren Versicherungen brauchen wir auch nichts zu erwarten. Meteoriteneinschläge oder Lawinenschäden in Berlin? Kein Problem. Schäden durch Radioaktivität von Kernreaktoren? Ausgeschlossen.

Und wer haftet nun, wenn was passiert? Wir alle, und zwar mit unserem gesamten Privatvermögen. Atomkraftwerke lassen sich nicht versichern. Die Versicherungsprämien wären nämlich so hoch, dass kein Atomkraftwerksbetreiber sie bezahlen könnte.

Angeblich sichere Atomkraftwerke, die nicht versicherbar sind: Finde den Fehler!

Foto: Silke Reents

Volker Quaschning

ist Professor für Regenerative Energie­systeme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Seine Lehr- und Sachbücher zur Energie­wende gelten als Standard­werke.

 

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