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Einfach mal durchatmen

Die Zahl der Todesfälle durch Luftverschmutzung ist in der Europäischen Union seit 1990 um zwei Drittel gesunken. Auch davon könnte noch die Hälfte verhindert werden, wenn nur die aktuellen WHO-Richtwerte eingehalten würden.


Transparent in der Fußgängerzone mit Slogan
In Deutschland und den meisten anderen EU-Ländern werden die neuen WHO-Richtwerte deutlich verfehlt. (Foto: BUND)

Gute Nachricht gefällig? Es gibt sie, und zwar bei uns.

Die Luft in Europa wird immer besser. So ist die Belastung durch Feinstaub und andere Schadstoffe seit 1990 deutlich zurückgegangen, wie die Europäische Umweltagentur jetzt mitteilte.

Die Zahl der dadurch ausgelösten vorzeitigen Todesfälle ist stark gesunken. Waren es vor drei Jahrzehnten noch rund eine Million Opfer pro Jahr, liegt die Zahl jetzt etwa bei einem Drittel davon.

Die schlechte Nachricht: Die Opferzahl ist natürlich immer noch zu hoch. Über die Hälfte der vorzeitigen Todesfälle in der EU – etwa 180.000 jährlich – könnte verhindert werden, wenn alle Mitgliedsstaaten die neuen Luftqualitätsrichtwerte der Weltgesundheitsorganisation WHO einhalten würden.

Es gibt also auf vielen Feldern noch viel zu tun, vor allem bei (Kohle‑)​Kraftwerken, Verkehr, Heizung, Landwirtschaft.

Dabei geht es nicht mehr nur darum, bessere Schadstofffilter einzubauen. In vielen Sektoren verbessert die Energiewende auch die Luftqualität. Beispiele: Solarenergie statt Kohlestrom, Elektro- statt Diesel-Autos, Wärmepumpe statt Ölheizung.

Joachim Wille ist Chefredakteur des Online-Magazins Klimareporter°.

Ein weiteres Argument, den Umbau so schnell wie möglich zu vollbringen. Denn die positiven Effekte nützen bereits den heute lebenden Menschen, nicht erst, wie beim gebremsten Klimawandel, zukünftigen Generationen.

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