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Endlich aufwachen!

Die Schuldigen für die schwerste Katastrophe des 21. Jahrhunderts sind die großen Kohle-, Öl- und Gaskonzerne. Die Politik muss die konventionellen Energieträger verbieten. Den Rest schaffen kleine und mittelständische Unternehmen allein: eine solare Wirtschaft, die Klimaschutz und Frieden ermöglicht.


Zwei Monteure installieren ein Solarmodul auf dem Flachdach eines Hauses.
Die Solarbranche in Deutschland wurde gezielt kaputtgemacht, die meisten Dächer sind bis heute leer. (Foto: Conergy)

Das fossil-atomare Zeitalter ist ein Auslaufmodell. Das ist seit über 30 Jahren Allgemeinwissen, aber der Umstieg auf die Alternative dauert noch immer und er wird viel zu langsam vollzogen. Doch die derzeitigen Katastrophen werden die Transformation ins Solarzeitalter beschleunigen.

Putin droht mit einem Atomkrieg, Terroristen oder Staatsterrorristen sprengen Gasleitungen in der Ostsee. Das größte AKW Europas in Saporischschja wird mit Raketen beschossen. Die menschengemachte Klimakatastrophe hat ein Drittel Pakistans unter Wasser gesetzt und über tausend Todesopfer gefordert. Die Hurrikans werden immer heftiger. Wir leben im Klimanotstand. Und die deutsche Politik hat sich von Putins Wohlwollen abhängig gemacht.

Die Schuldigen für die größte Katastrophe des 21. Jahrhunderts sind die fossilen Energieträger Kohle, Gas und Öl. Das heißt: Shell, BP, RWE, Eon, Gazprom und so weiter. Die Politik muss endlich die fossil-atomaren Energieträger verbieten, den Rest erledigt die Wirtschaft.

Mit der solaren Weltwirtschaft und dem Solarzeitalter wartet ein bisher nie gekannter Reichtum auf uns. Wirklicher Reichtum heißt: Es reicht für alle. So wie die Sonne für alle scheint.

Von den 50 größten europäischen Unternehmen gehören 43 direkt oder indirekt zur alten Ressourcenwirtschaft. Dieser industriell-fossile Komplex wird kontrolliert von Großbanken und umgekehrt. Dieses undurchdringliche Geflecht führt zu Zentralismus und Globalisierung.

Die Anschläge auf die Ostsee-Gaspipelines Ende September zeigen die Verletzlichkeit der alten zentralistischen Strukturen. Die langen Ressourcenketten – von der Ölquelle bis in unser Auto oder vom Gasfeld zur Heizung – verlangen großtechnisch-globalisierte Strukturen und große Banken. Doch auch dazu gibt es Alternativen.

Franz Alt

ist Journalist und Buchautor. Er leitete 20 Jahre das politische Magazin "Report" beim Südwest­rundfunk, danach bis 2003 die Zukunfts­redaktion des SWR. Sein neues Buch mit Ernst Ulrich von Weizsäcker heißt: "Der Planet ist geplündert. Was wir jetzt tun müssen".

Die künftigen Strukturen einer solaren Weltwirtschaft sehen ganz anders und viel einfacher aus: Sonne, Wind und Co gehören allen. Deshalb sind Regionalisierung, Vielfalt und Dezentralisierung die Merkmale der zukünftigen Energiewirtschaft. Nicht wenige Große, sondern eine große Zahl von kleinen und mittleren Unternehmen werden den Energie- und Rohstoffmarkt beherrschen.

Die erneuerbaren Energien bieten sich jedem selbst an, weil sie allen gehören. Und sie sind entschieden preiswerter als die alten Energieträger. Schon heute gilt: Solarstrom ist Sozialstrom. Die Sonne scheint auf jedes Dach.

Die solare Weltwirtschaft befördert die Chancen für eine friedliche Welt wie nie zuvor. Frieden wird möglich – mithilfe von Sonne und Wind. Die Lösung unserer größten Probleme steht am Himmel. Wir müssen nur endlich aufwachen.

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