Von der Quelle über wilde Ströme zum Meer

Das Flussfilmfest zeigt vom 9. bis 30. Januar 2021 Dokumentationen zu unterbelichteten Aspekten der Bedrohung von Fließgewässern in Europa und weltweit – diesmal als Online-Konferenzen mit Gästen.


Ein Mensch in Wathose läuft mit einer Stocherstange durch die winterliche Rhône, die hier noch schmal und flach ist.
Auch um die Rhône gibt es wirtschaftliche Konflikte: Szene aus "Der Lauf des Flusses". (Foto: GoldenEggProduction)

Wilde Ströme, entlegene Gegenden und Menschen, die uns diese Schönheiten näherbringen, indem sie uns in berauschenden Bildern auf ihre Abenteuer mitnehmen.

Von unserem Umgang mit den Flüssen vor unserer Haustür und weltweit erzählt das Flussfilmfest. Direkt nach dem Film kann das Publikum mit Aktivistinnen, Experten und Filmemacherinnen ins Gespräch kommen – dieses bewährte Flussfilm-Format findet im Januar 2021 erstmals in Form von Videokonferenzen statt.

Das Flussfilmfest 2021 beginnt mit dem niederländischen Aktivisten Merijn Tinga, der als "Plastic Soup Surfer" den gesamten Rhein hinab fuhr – auf einem aus Plastikmüll hergestellten-Surfboard. Matthias Goerres, Sprecher des BUND-Arbeitskreises Meer und Küste und beruflich bei der GIZ tätig, steigt im Anschluss mit seinem geballten Wissen in die Debatte um Plastik in Flüssen ein.

In der zweiten Online-Veranstaltung wendet sich der Blick nach Thüringen, wo die Saale in Rudolstadt durch die Rückkehr des Bibers mächtig aufgemischt wird. Stephan Gunkel vom Flussbüro Erfurt kennt die Funktion des Bibers im Flussökosystem und gibt sein Wissen in der anschließenden Diskussionsrunde weiter.

Welche wirtschaftlichen und kulturellen Interessenkonflikte entlang der Rhône auftreten, beleuchtet der dritte Film "Der Lauf des Flusses". Mit ihrem Ursprung in den Schweizer Hochalpen speist die Rhône den Genfer See und mündet nach über 800 Kilometern ins Mittelmeer.

Politisch und individuell handeln

Viele Gesichter des Flusses werden von Regisseurin Mélanie Pitteloud präsentiert: mal ein reißender, ökologisch bedeutender Strom, mal eine europäische Wasserstraße, die als gefährlich und zu bändigen gilt. Mélanie Pitteloud und Stefan Wenger, Darsteller und Fischereipräsident im Kanton Wallis, stehen an diesem Nachmittag für ein Gespräch zur Verfügung und werden die eine oder andere spannende Geschichte vom Dreh erzählen können.

Online-Flussfilmfest

Komplettes Programm und weitere Informationen auf flussfilmfest.org oder auf Facebook – TwitterInstagram

 

9. bis 30. Januar 2021

Alle Filme auf flussfilmfest.org

 

Das Flussfilmfest wird veranstaltet von der Grünen Liga und gefördert vom Umweltbundesamt mit Mitteln des Bundesumweltministeriums. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des deutschen Bundestages.

Die virtuelle Flussreise endet mit einem hoffnungsvollen Blick auf neue Protestformen zum Schutz der Flüsse. Mit einer Perspektive aus Polen von den Widerständen gegen die Wasserstraße E40 zeigt "Streit um die Weichsel: Das Ende eines wilden Flusses?", was wir von den Protesten im Nachbarland lernen können.

Im Nachgang sprechen wir mit Dominika Serżysko von den Siostry Rzeki, die sich mit kreativen feministischen Aktionen gegen den Ausbau zu Wehr gesetzt haben.

Seit 2016 veranstaltet der Umweltverband Grüne Liga in Anlehnung an das kalifornische Wild & Scenic Film Festival Film- und Diskussionsabende, um für mehr Gewässerschutz zu werben. Mit Fachleuten werden politische und individuelle Handlungsmöglichkeiten diskutiert, um im Alltag aktiv zu werden.

Dieser Beitrag wurde nicht von der Redaktion erstellt. Er ist in Kooperation mit der Grünen Liga e.V. in der Rubrik Advertorials erschienen.

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