Großstädte teilen Bikes am meisten

Wie die Menschen in acht Großstädten Deutschlands mobil sind, untersucht der neue Mobilitätsmonitor, der vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (Innoz) und dem Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) mit Förderung der Stiftung Mercator herausgegeben wird.


Viele ungenutzte Plätze in privaten Pkw (Grafik vergrößern) machen den Großstadtverkehr ineffektiv. (Grafik: InnoZ)

Ob es Anzeichen der Verkehrswende gibt, untersuchten die Experten von Innoz und WZB in acht Großstädten Deutschlands – in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt am Main, Köln, Stuttgart, Essen und Leipzig. Die Einwohnerzahl dieser Städte reicht von 3,6 Millionen bis knapp unter 600.000.

Ungeachtet der Größenunterschiede zwischen den Städten fiel den Experten die Dominanz des Bikesharings auf, wie sie im aktuellen Mobilitätsmonitor schreiben: In sechs der acht Städte macht das Bikesharing – das stationsunabhängige Free-Floating-Modell sowie stationsbasierte und gemischte Formen zusammengerechnet – mindestens die Hälfte aller Sharing-Fahrzeuge aus. In Stuttgart und Leipzig liegt der Anteil unter der Hälfte, weil es dort keine oder kaum Leihfahrräder im Free-Floating gibt.

Vergleicht man die vorhandenen Beförderungsplätze der jeweiligen Sharing-Bereiche, dominiert das Carsharing. Das hat – als Free-Floating, Peer-to-Peer und in stationsbasierter Form – in allen Städten außer Frankfurt am Main mindestens 50 Prozent aller Sharing-Plätze inne.

Schwach ausgeprägt sind nach den Ergebnissen des Monitors bisher noch das Scootersharing, also das Anbieten geteilter Roller, sowie das Rideselling, wo das Chauffiertwerden in privaten Pkw offeriert wird. Das Scootersharing umfasst bis zu neun Prozent (Berlin) und das Rideselling bis zu drei Prozent (Leipzig) der Sharing-Fahrzeuge und -Plätze.

Smartphone-App zeigt reale Fahrzeiten

Die Experten von Innoz und WZB schauten sich auch die Fahrzeiten an, die die Menschen mit den verschiedenen Verkehrsträgern für eine bestimmte Strecke in den Großstädten benötigten. Mit Hilfe der Smartphone-App Modalyzer, die die Testpersonen nutzten, wurden dabei die realen Ist-Werte im Stadtverkehr bestimmt. So benötigten die Teilnehmenden für einen Kilometer mit dem Pkw in Leipzig im Schnitt 2:22 Minuten. In Frankfurt am Main dauerte es im Schnitt etwas über drei Minuten. Probanden in Hamburg, Köln und Stuttgart brauchten exakt die gleiche Durchschnittszeit von 4:12 Minuten pro Rad-Kilometer, trotz unterschiedlicher Stadtstrukturen und Topografien.

Zudem sind Unterschiede zwischen den Verkehrsarten erkennbar. So wird in den meisten Städten der Pkw-Kilometer schneller zurückgelegt als ein Kilometer mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) inklusive Wartezeit. In Frankfurt am Main wird hingegen der S-Bahn-Kilometer mit Wartezeit durchschnittlich in kürzerer Zeit als die gleiche Strecke per Pkw bewältigt. Wird die Wartezeit nicht berücksichtigt, ist die S-Bahn auch in Berlin, Hamburg und Köln schneller als der Pkw.

Die Ergebnisse sind im Mobilitätsmonitor 6 (2018) des Innoz und im dortigen Forschungsfeld Shared Mobility veröffentlicht worden.

Dieser Beitrag wurde nicht von der Redaktion erstellt. Er ist in Kooperation mit dem Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (Innoz) in der Rubrik Advertorials erschienen.

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