Die Bundesregierung kann ihr Klimaziel für 2020 kaum mehr erreichen. Die Lobbymacht der größten "Klimasünder" Kohle, Landwirtschaft und Verkehr hat notwendige Gesetze verhindert. Auftakt zur Serie über die Klimabilanz der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit dem Recherchebüro Correctiv.

von Susanne Götze, Benjamin von Brackel, Annika Joeres

Kritik an Wind-Ausschreibung

Die Ausschreibungen für Windkraft an Land drohen zur Farce zu werden. In der zweiten Runde räumt ein Wind-Projektierer als "Partner von Bürgerenergiegesellschaften" ein Großteil der Zuschläge ab. Die Bundesnetzagentur gab gestern die Ergebnisse der zweiten Ausschreibung für Wind an Land bekannt.

von Jörg Staude

Wirtschaften ohne Wachstum ist möglich – und unabdingbar, um die Klimakatastrophe zu verhindern, meint der britische Ökonom Tim Jackson. Ein schlechtes Leben müsse das nicht bedeuten. Seinen Klassiker "Wohlstand ohne Wachstum" von 2009 hat Jackson jetzt aktualisiert. Im Interview erklärt er, wie die Theorie zur Praxis werden kann.

Interview: Susanne Schwarz

Klimafreundlicher Lebensstil

In Schulbüchern und Regierungspapieren fehlen ausgerechnet die effektivsten Möglichkeiten, um die eigenen CO2-Emissionen zu senken: Weniger fliegen, weniger Fleisch essen, aufs Auto verzichten. Stattdessen werden Maßnahmen empfohlen, die gar nicht viel bringen.

von Benjamin von Brackel
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An den Rotoren von Windkraftanlagen können Vögel und Fledermäuse sterben. Darüber muss man reden – aber genauso über die viel größeren Gefahren: Glasscheiben, Freileitungen, Autos und Katzen sowie Lebensraumzerstörung und Klimawandel. Einfache Lösungen gibt es nicht.

ein Gastbeitrag von Axel Mayer

Solarindustrie in Deutschland

Jetzt hat die Pleitewelle der deutschen Solarindustrie auch Solarworld erfasst. Die Schwindsucht der einst so erfolgreich und optimistisch gestarteten deutschen Solarbranche ist politisch gewollt. Wirtschaftsminister Gabriel waren 20.000 Kohle-Arbeitsplätze wichtiger als 70.000 Jobs in der Solarbranche.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Dossiers

Serie: Chinas Klima- und Umweltpolitik

Serie: Digitale Mobilität

Endzeiterzählungen haben immer ihre Anhänger. Ihre neuerliche Häufung zeigt aber die Krise unseres Wirtschafts- und Lebensmodells. Wir brauchen auch Erzählungen von einer naturverträglichen, kooperativen Praxis. 

ein Gastbeitrag von Johano Strasser

Kann ein Leuchtturm fern vom Meer Wandel bewirken? Ja, sagt der britische "Artivist" John Jordan. Transformation entsteht nicht, weil die Menschen die Fakten kennen, sondern weil sie träumen.

von Eva Mahnke

Auf dem Klimagipfel in Marrakesch haben 47 Entwicklungsländer angekündigt, komplett auf Erneuerbare umzusteigen. Damit stahlen sie Deutschland und anderen Ländern mit langfristigen Klimaschutzplänen die Show. Doch für Länder wie Vietnam und die Philippinen wird der Ausstieg aus Kohle und Co nicht einfach.

von Christian Mihatsch (Basel)

Empfehlungen der Redaktion

Der Kampf um Lützerath ist vorbei, der Kampf um den Ausstieg aus der fossilen Energiewelt, um den sozialen Frieden und um Demokratie geht weiter. Fünf Jahre und fünf Tage, die ein neues Kapitel der Klimabewegung aufschlugen – divers wie nie, geeint wie nie. Ein Widerstands-Tagebuch.

von Barbara Schnell (Lützerath)

Grüne Golfplätze, ganzjährige Orangen und ausbleibender Regen: In Spanien lassen sich gerade die Gefahren der "kapitalistischen Klimapolitik" studieren.

ein Gastbeitrag von Bernardo Jurema, Elias Khoury

Eine Untersuchung der Gasbranche legt nahe, dass nicht alle Erdgasspeicher auf Wasserstoff umgerüstet werden können und neue Speicher gebaut werden müssen.

von Hanno Böck

Meinungen

eine Kolumne von Volker Quaschning
ein Gastbeitrag von Julian Horn

Statt in stinkenden, entfremdeten Städten zu leben, könnten sich die Menschen viel schlauer organisieren, findet Jan Gehl. Der dänische Architekt entwickelt seit fünfzig Jahren soziale und ökologische Stadtplanungskonzepte.

Interview: Susanne Götze, Joachim Wille

Die bundesdeutsche Mittelklasse hält viel von Umweltschutz. Wer dem guten Willen auch Taten folgen lassen will, muss sich um die sogenannten "Big Points" kümmern, sagt das Umweltbundesamt: Mobilität mit wenig Sprit und Kerosin, energiesparendes Wohnen, geringer Fleischkonsum. Zur Massenbewegung wird das nur mit der richtigen Finanzpolitik.

eine Kolumne von Joachim Wille